Silberhorn magazin


Das Magazin von nmz und JazzZeitung

Die Grenzen zwischen den musikalischen Genres relativieren sich. Viele Musikerinnen und Musiker, Komponistinnen und Komponisten bewegen sich ganz selbstverständlich zwischen Klassik, Jazz, Pop und Weltmusik. Nicht im Sinne eines unverbindlichen Crossover, sondern mit dem Wissen, dass es in allen Stilen um authentischen Ausdruck und Qualität geht. Entsprechend aufgeschlossen und wach für neue Tendenzen will das Magazin Silberhorn die Schattierungen zwischen der so genannten ernsten und unterhaltenden Musik aufspüren und Grenzbereiche ausloten. Unterhaltsame Blicke hinter die Kulissen des Kulturbetriebes und in andere Kunstsparten sollen das Panorama erweitern.


Silberhorn präsentiert das breite Spektrum der Musik ohne Scheuklappen. Silberhorn ist mittendrin im kulturellen Geschehen. Silberhorn bündelt das, was ihr selbst am Herzen liegt: gute, unterhaltsame Musik.

wie oft?

SILBERHORN, das Magazin von nmz und JazzZeitung erscheint viermal pro Jahr. Die erste Ausgabe wurde Ende Januar 2015 gedruckt, im Moment ist die vierte Ausgabe zum Thema "Feste feiern" im Handel erhältlich.

wer wir sind

Informieren, reflektieren und unterhalten – das ist die Philosophie von SILBERHORN. Das Magazin beobachtet Trends und Entwicklungen, stellt Newcomer vor und bietet Einblicke in den Arbeitsalltag und die Ideenwelt von Künstlern. Die Beiträge stammen von angesehenen Fachautoren und bekannten Fotografen.

wo kaufen?

SILBERHORN ist das Magazin von nmz und JazzZeitung und liegt der Abo-Ausgabe der neuen musikzeitung kostenlos bei. In ausgewählten Bahnhofskiosken kann man die Einzelausgaben zum Preis von 3,80 Euro kaufen. Hier können Sie aber auch direkt Hefte bestellen, ein Einzel-Abonnement ist ebenfalls möglich (siehe oben unter Abo).


Jetzt am Kiosk: Heft 2-16

Thema "Open Airs" - und das sind die Themen:

Jetzt Ihren Festival-Sommer planen, denn es tut sich so einiges in der musikalischen Landschaft, wir geben Ihnen Einblicke und jede Menge Tipps:

 

·         - Ralf Dombrowski führt Sie in der Reportage von der Vergangenheit in die Zukunft der Freiluft-Events.

·         - Wie Woodstock wirklich war, davon erzählt Hans-Jürgen Schaal.

·         - Die Newcomer AnnenMayKantereit und Salut Salon treffen sich bei Men Meet Women und berichten von ihren Festival-Erfahrungen.

·         - Cellist und Festival-Intendant Jan Vogler führt Sie persönlich durch Dresden und zeigt Ihnen seine Lieblingsorte in der Sachsen-Metropole.

·       -  Kochen im Freien: Stevan Paul, gelernter Koch, Food-Blogger und begeisterter Open-Air-Besucher mit echt guten Rezepten für ungetrübte Festival-Besuche.

 

Außerdem im Heft

·         - Sängerin Buika im Porträt: wenn sie singt, dann quillt ihr das Herz über, rotiert ihre Seele, zeigt die Spanierin mit afrikanischen Wurzeln vollen Körpereinsatz.

·        -  Lauschangriff auf Klaus Doldinger: der im Mai seinen 80. Geburtstag feiert: was liest er, in welche Konzerte geht er und was rettet er vor dem Feuer?

 

Aktuelle Spotify-Play-List "Heiße 7"
Foto links: Ralf Dombrowski

 

Und hier wie in der Printausgabe 2-16 versprochen die Lang-Version unsere Interviews mit den Newcomern AnnenMayKantereit:

 

Warst du als Jugendliche/r ein begeisterter Festival-Fan? Und falls ja, was hat dich fasziniert?

 

Ja, da waren wir wohl dabei. Bei uns in Köln gibt es ja das Summerjam, ein Reggae-Festival, und das fand ich ziemlich cool, weil ich früher sehr viel Reggae gehört habe: Groundation, Ziggy Marley etwa. Das waren eigentlich meine ersten richtigen Festivalerfahrungen… – mit 15 oder so. Da war das schon ziemlich aufregend alles, ziemlich krass: diese Menschenmassen und der Zeltplatz, dass die Jungs auf dem Zeltplatz Gras verticken und so… Das konnte ich alles gar nicht fassen. Das war schon ein Highlight für mich. Und ist es immer noch. Wenn man drei Jahre lang Groundation gehört hat, und dann sieht man den Typen mit seinem Bart zum ersten Mal live… Und alles ist so laut und die Sonne scheint. Das ist eine Erfahrung, die man als Jugendlicher sehr gern annimmt und auslebt.

 

 

 

Trittst du als Künstler auf Open-Air-Festivals auf? Und wie ist das für dich?

 

Ja klar, wir haben 2015 auf 40 verschiedenen Festivals gespielt… Und wie viele Festivals es eigentlich gibt, das war mir vorher gar nicht klar. Ob man in einer Halle oder Open Air auftritt, da ist der Unterschied immens: Zum einen ist es immer ein wunderschönes Gefühl, Musik machen zu können und dabei den Himmel zu sehen – so naiv das auch klingt. Aber es ist einfach was anderes, wenn du auf der Bühne stehst, die Sonne scheint, junge hübsche Frauen haben Blumen im Haar, der Tag lacht einem entgegen. Während wenn man bei Rock im Park in so einer Eishockeyhalle spielt, das ist auch ein extrem klanglicher Unterschied. Sonne tut den Menschen gut. Und wenn Leute unter der Sonne Musik hören können, ist das schöner als im Regen oder in der Mehrzweckhalle. Es ist ganz essenziell. Ich will keinen Auftritt über den anderen stellen, auch ein eigenes Konzert im Club zu spielen, ist schön Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer sagen: Lass uns das draußen machen, dann könnt ihr euch noch schön den Nacken verbrennen…

 

 

 

Was hältst du von Aktionen wie „Oper für alle“, also Übertragungen, die zu Picknick-Events werden?

 

Ich finde das überragend. Ich glaube, dass gerade klassische Musik jungen Menschen im Alltag normalerweise kaum begegnet. Das ist doch dann otal schön: du läufst über einen Platz, plötzlich hörst du Musik, die du sonst nicht hörst. Man bekommt einen ganz anderen Zugang dazu. „Umsonst und draußen“ ist immer eine wunderschöne Idee.

 

 

 

Dein neues Album, was ist das Besondere daran? Ist es sommertauglich?

 

Unser erstes Album war ja mehr eine Demo-CD, denn als wir noch viel in Parks gespielt und Straßenmusik gemacht haben, fragten die Leute immer nach einem Tonträger. Da wurde uns klar, wir brauchen eine CD. Dann hatten wir aber kein Geld für’s Studio, haben draußen aufgenommen, die CDs selber verkauft, selber verschickt. Irgendwann haben wir gemerkt, dass wir uns wegen der minderen Qualität der Aufnahmen nicht mehr damit wohl fühlen und wollten es diese eigentliche Demo-CD nicht mehr unbegrenzt weiter verkaufen. In demselben Jahr hat sich unsere Musik enorm entwickelt. Wenn du dann live deine Lieder spielst und dabei eine CD verkaufst, auf der nur zwei von den Liedern drauf sind, hat man immer das Gefühl, die Käufer zu betucken. Dann haben wir erst einmal eine EP gemacht, eine Art Probealbum, um Studioerfahrung zu sammeln. Und genau in dem gleichen Setting: gleiches Studio, gleicher Produzent, gleicher Toningenieur… haben wir jetzt dieses Album aufgenommen, haben uns für ein Label entschieden, da wir gemerkt haben, den Aufwand, das Finanzielle können wir nicht mehr alleine stemmen, wir brauchten Hilfe. Jetzt haben aber ganz viele Leute gefragt, was denn mit diesem ersten Album sei, plötzlich gibt es das bei Ebay für 200 Euro. Das wollen wir nicht, dass sich jetzt andere daran bereichern. Deshalb haben uns entschieden, dass wir ein Holzkiste machen, in die kommt dann das alte Album, die EP und das neue Album, damit die Fans auf einen Schlag alles von uns haben, was es je zu kaufen gab.

 

 

 

Zum Titel „Alles nix Konkretes“

 

Wir suchen unsere Titel immer so aus: wir nehmen eine Songzeile aus einem Song, nicht den Titel, sondern eine besondere passende Zeile. Das war auch bei der EP „Wird schon irgendwie gehen“ so, er stammt aus dem Lied „Dritter Stock“. Auf dem neuen Album gibt es jetzt „Es geht mir gut“ – und daraus stammt „Alles nix Konkretes“… Weil es gut zu diesem Album passt, diese Zeile. Weil wir gemerkt haben, dass alle Leute, die über das Album mit uns reden, es konkretisieren wollen. Die wollen immer sagen: „Ihr seid ne Indie-Rock-Pop-Band… Ihr seid jung und ihr singt wie die 21, 22, 23-jährigen.“ Und die anderen sagen: „Ne, Ihr seid die Band, die generationenübergreifend Musik macht.“ Diesen Konkretisierungsgedanken finden wir ein bisschen blöd. Deshalb haben wir gesagt, lass uns das „Alles nix Konkretes“ nennen. Wir wissen auch noch nicht genau, was das ist, wir lassen das einfach auf uns zukommen. Das soll den Leuten klar werden. Man braucht doch auch nicht für jede Musik einen Genrebegriff. Man kann doch auch mal einfach sagen, das ist gute handgemachte, ehrliche Musik. Es gibt ja auch Musik, die sich nicht in den Genrebegriffen Indie, Pop, Klassik oder Jazz verorten lässt.

 

Und klar, es ist sommertauglich: Wir haben ganz ruhige Lieder, vieles ist aber auch tanzbar. Das ist ja auch für uns selber wichtig.

 

 

 

Das Interview führte Ursula Gaisa

 

Blick ins erste Heft



Silberhorn 1-2015

 

* Johanna Borchert im Interview

* Mulo Francel (Quadro Nuevo) und das Meer - die Reportage

* Lauschangriff: 7 Fragen an Julia Biel

* Susanne Betancor über ein eiskaltes Erlebnis im Zug

* Dieter Ilg und seine Beethovenprojekt

* Susanne Betancor kocht Lax: ein Gala Schnellgericht

* Men Meet Women Meet Men: Katzenjammer treffen Wanda, die Newcomer aus Wien

 

* Silberhorn Spezial: Ausflüge nach Burghausen, München und Dresden mit Reise- und Veranstaltungstipp, vielen Verlosungen und Gewinnspielen!



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